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Monthly Archives: Juli 2017

Am Freitag stellten die Teilnehmer*innen des Literaturworkshops in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Marsberg einige Ergebnisse ihrer Arbeit vor.

 

Lebens-Sätze, Leit-Sätze

Jede*r stellte sich mit kurzen Statements vor. Originelle, persönliche Sätze voller Hoffnung, Weisheit und Fantasie

 

Eine Geschichte in drei Teilen

  1. Jemand sitzt an einem großen Stein
  2. Was vorher war
  3. Zehn Jahre später

 

Das Publikum war auch gefragt:

Sieben Klemmbretter, jedes mit einem anderen Anfangssatz, gingen herum. Das Publikum war eingeladen, daran weiterzuschreiben, bis die Geschichte fertig war. Erstaunlich, was beim spontanen Schreiben an Fantasievollem zustande kommen kann!

Berührend auch, wie sehr sich die Lebenswirklichkeit der Besucher, die meisten von ihnen Patient*innen, in den Texten spiegelt. Und wenn es nur um eine Katze ging, die immer wieder überfahren wird, sich erinnert, dass sie sieben Leben hat – und beim siebten Überqueren der Straße NICHT überfahren wird.

Dieses Literatur-Spiel mit dem Publikum gab einen schönen Einblick, wie kreativ und intensiv es in der Literaturwoche mit Mirijam Günter zugegangen war. Entsprechend begeistert waren die Rückmeldungen der Teilnehmer*nnen.

„Ich bin froh, dass ich nicht früher entlassen worden bin, dann hätte ich den Literaturworkshop nicht mitmachen können.“ (Eine Teilnehmerin)

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Fremde Welten erkunden – genauso wichtig für Schriftsteller wie das Schreiben

 

 

 

3. Teil der Fantasie-Geschichte: Zehn Jahre später…

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Wo kommen wir her? Wo wollen wir hin? Erinnern literarisch. Lebens-Sätze. Lieblings-Lebenssätze

Kennen lernen

Sieben Jugendliche aus verschiedenen psychiatrischen Stationen kommen zusammen, um sich eine Woche lang jeden Tag intensiv mit Literatur zu beschäftigen, mit Lesen und Schreiben. Mirijam Günter, Schriftstellerin aus Köln, leitet den Workshop.

Am Montag:

  • eine Vorstellungsrunde „normal“
  • eine Vorstellungsrunde literarisch

Wie in allen Workshops von „Kunst in der Klinik“ geht es auch hier darum, das Ur-Eigene darzustellen. Eine Sprache und einen Ausdruck für die eigene Sicht der Welt und die persönliche Lebenssituation zu finden.

Vom 17.7. bis 21.7.2017

Junge Menschen in der Psychiatrie können eine Woche lang mit professioneller Unterstützung

  • sich mit Literatur beschäftigen
  • ihre eigenen Geschichten erfinden und erzählen
  • als Text, als Gedicht, als erzählte Geschichte, als Vorführung
  • vom Profi lernen, wie man richtig gut schreibt
  • nebenbei Wortschatz, Ausdrucksfähigkeit, Rechtschreibung, Grammatik verbes­sern

Voraussetzungen dafür sind nur

  • Spaß an Literatur und Sprache
  • einen Kopf voller Ideen